Neues Jahr, neues Glück…

Na, wenn das nichts heißt.

Gerade habe ich mich in unserer heiß geliebten (ja, auch mit viel Rohkost^^) Küche nieder gelassen. Aufgeräumt, Kerzen an und jetzt habe ich vor an meinem liebsten Möbelstück hier in der ganzen Wohnung, endlich einen neuen Beitrag zu schreiben. Im Hintergrund rauscht der Geschirrspüler und der Dehydrator (Trockner, Dörrautomat) entzieht fünf Einschüben gekeimten Buchweizen das Wasser. Hm. Irgendwie zu laut.

Im Mädchenzimmer (eine Etage höher, schräg rüber) prasselt mein noch heißer geliebter Regen aufs Dachfenster. Also ich liebe fast nichts mehr als diesen Klang. Ok, meine Kinder und meine Freunde und mein Leben. Warum sitze ich nicht dort? Weil meine Zeit nur für die Küche reichte und nicht wie schon seit Ewigkeiten wieder geplant, der Schreibtisch oben leer gemacht werden wollte… Moment. Ich lebe jetzt. Also schmeiß ich einfach alles neben den Schreibtisch. Auf einen riesigen Haufen. Den räume ich sicher eher weg. Weil… Ach egal.

Der heutige Beitrag soll in eine Rubrik wandern, in der noch nichts steht. Doch schon beim Schreiben im Kopf (seit Stunden sammle ich in meiner Kopfwalnuss viele Ideen und Formulierungen) stelle ich fest: Ich passe nicht in Schubladen und ich mag auch keine. Ich versuch es trotzdem einmal. Vielleicht ist es dem ein oder anderen ja recht, dann bei Ernährung und Naturprodukte sämtliche Details der letzten Monate zu finden. Lach. Naja, so ausführlich wird’s dann doch nicht.

 

Okay, machen wir eine kulinarische Reise. Am 20.01.2018 war ich mal wieder beim Rohkost-Potluck von Silke Leopold und Christian Pörtzel im Kinderreich (Agrapark). Was ist ein Potluck? Jeder bringt etwas Leckeres mit. Wie der Name Rohkost-Potluck verrät: entweder schlichte vegane Rohkost à la ein Kilo Möhren, eine Schüssel voller Sprossen oder Äpfel aus dem eigenen Garten (gelagert, zu dieser Jahreszeit, klar) auf der einen Seite oder Gourmet-Rohkost wie Energiebällchen aus Datteln, Kakao und Nüssen oder Tirawmisu auf Cashewbasis oder rohvegane Lebkuchen (HIER ) auf der anderen Seite. Dies sind aktuell nur Beispiele, nichts was es an besagtem Januartag tatsächlich gab. Wir (die Kids und ich) kamen nämlich später. Es geht 11 Uhr los und wir kamen vielleicht halb 2 oder um 2 oder halb 3. Auf jeden Fall war das meiste schon aufgefuttert und alle freuten sich über meinen Nachschub: eine Ladung Rote-Bete-Cracker (Rote Bete Trester vom Rote-Bete-Saft machen und Leinsamen und diverse Gewürze), Kürbis-Dip (nach Maria MoreRawfood HIER ) und einem nicht so gelungenen Versuch von Energiebällchen fürs Baby (gekeimter Buchweizen und getrocknete Aprikosen), die ich leider nachträglich noch in Chlorella (algen) pulver gewälzt hatte… Sie waren trotzdem ruckzuck alle. Da die liebe Silke wie ich auch erst später zum Potluck kam, hab ich zwei ihrer Lebkuchen ergattert. Leila hat sich sehr gefreut. Das war auch das einzige was sie gegessen hat. Sie war nämlich müde. Ich fing ein paar tolle Gespräche an … unterbrach sie dann, weil ich Mausi erst einmal mit dem Wagen in den Schlaf schob.

Darum geht’s mir und den anderen übrigens am Meisten: Diese rohköstlichen Treffen sind vor allem da, um Gleichgesinnte zu treffen. Offene, liebevolle, naturverbundene und geistreiche Menschen, die einander nehmen wie man eben ist. Einfach sein. Kinder sind immer dabei und Austausch findet sehr rege statt. Es gibt einfach keine Berührungsängste, jeder spricht dich an und jeder heißt jeden willkommen. So. Ich möchte natürlich Interesse wecken und freue mich, wenn beim nächsten Mal ein paar von euch dazu kommen. 🙂 ( https://www.facebook.com/events/142971129756243/ )

Zugegeben diesmal war es sehr kalt, aber sonnig. Bald ist Frühling und dann gibt’s auch wieder Wildkräuterführungen. 🙂

Am selben Tag fuhr ich noch zu meiner Freundin Julia. Sie habe ich letzten September auf dem Spielplatz kennen gelernt. Sie kam aus München nach Leipzig und ist Italienerin. Sie hat eine süße kleine Tochter und die Kids haben bis abends miteinander gespielt. Ich erwähne das in dieser Rubrik, weil ich bei ihr Brötchen mit Lachs und Remoulade gegessen habe. Und dann noch einen Erdbeer-Quark-Strudel. Sonst noch was!? Ich liebe es so! Ich fühle mich frei! Ich esse einfach worauf ich Lust habe. Dabei verurteile ich nicht, wenn es aktuell nicht der gesunde Hit ist. Ja, manchmal bereite ich meinen Mitmenschen Kopfzerbrechen. Ich mache das nicht mit Absicht. Es schadet keinem, immer mal alles umzuschmeißen, in Frage zu stellen und neu einzusortieren. Ich selbst habe schon lange genug immer wieder eine Schublade für mich und meine Ernährung finden wollen. Ehrlich?! Ich mag immer noch keine Schubladen. Und Label oder Etiketten wie „vegan“, „Roh-Vegan“, „Paleo“, „Clean“, „rosaschweinearschpups“, „diätballaballablubb“, „keinecellutismehrdafürauchnochwenigergehirn“ und „haltdieschnauzeundglotzaufdeinenteller“ sind nichts für mich. Und wenn ich zwischendurch meine Oma besuche und mir dort einen Rehbraten einverleibe oder in ganz dunklen Momenten auch eine Pizza vom Lieferservice mit Käse und ja auch Fisch oder Fleisch war da in den letzten Jahren locker zehn Mal drauf, dann ist das eben so. ICH muss damit klar kommen. Meine Verdauung macht es ganz gut mit, zugegebenermaßen stinkt es mitunter, aber es tut mir gut. Meistens. Manchmal auch nicht. Ich habe auch schon ein zwei Mal etwas tierisches wieder erbrochen: einmal weil ich gerade noch einen Vortrag über Milchprodukte sah und der Teil über das Leid der Kälber und Mutterkühe mich so traurig machte, dass es mir den Magen umdrehte und ich nichts mehr wollte als das Elend aus mir heraus befördern, und zwar schnell. Und noch einmal… Ich weiß es nicht mehr. Aber noch einmal sicher. Und das ist auch irgendwie mein Thema: Ich finde so einiges zum Kotzen und lebe selbst in so vielerlei Hinsicht ganz vorbildlich und möchte auch einfach Mensch sein, mit Fehlern und Ecken und Kanten. Und dann… Ah… Gesundheit? Na, also ehrlich. Wir können vieles beeinflussen, gerade so was wir zu uns nehmen. Verseucht oder sehr verseucht. Da haben wir die Wahl. Rein ist kaum etwas. Die Einstellung zum Leben und zum Essen ist auch ganz wichtig. Wenn da jemand sitzt und sagt „Diesen Fraß willst du dir jetzt echt geben?!“ Was macht das mit uns? Wenn man einfach macht, sich bestenfalls reflektiert und bewusst handelt, dann kann man doch auch alleine damit umgehen. Okay, die Masse macht das natürlich nicht. Ich spreche mit euch, Menschen, die Fragen stellen und immer mal wieder neu Stellung beziehen. Und meiner Meinung nach ist eine pflanzenbasierte Ernährung für Körper, Geist und Seele und die Rettung unserer Erde die beste Lösung. Heißt nicht, dass nicht anders auch geht. Doch sollten wir alle einen möglichst kleinen Fußabdruck hinterlassen. Und wenn schon tierisch, dann wenigstens in Demeter Qualität. Ja, die Kälber werden auch von ihren Müttern getrennt. Wisst ihr was? Wer von euch ist frei? So richtig frei? Keiner! Oder sagen wir mal: die allerwenigsten. Wir sind nämlich alle Sklaven eines unmenschlichen Systems (Oh das böse Wort, jetzt findet man meine Seite bestimmt nicht mehr bei google :-D), welches auf dem Leid der meisten Menschen auf unserem schönen Planeten basiert. Ich hole jetzt und heute und hier nicht weiter aus. Die Büchse der Pandora ist schon offen. Ich wollte in der kulinarischen Reise doch wenigstens mal alle hungernden Kinder und am Wassermangel (dank Brunnenprivatisierungen diverser Großkonzerne) verdurstenden Menschen weltweit erwähnen. Ach ja, ich bin etwas derb. Gerne.

Das war zum Beispiel auch nicht geplant. Ach, Veganismus und Kinder: Leila sagte „Fleisch“ bei der Uroma. Ich sagte „Kaninchen“. Sie sagte „Nein, kein Kaninchen, Fleisch“. Ich habe nix von gegessen, da konnte ich gerade wieder nicht. Leila schon. Sie weiß es noch nicht. Ich habe dann irgendwann die Strategie geändert. Sie darf alles probieren und wenn sie dann alt genug ist, eben auch selbst entscheiden. Ich habe solche und solche Tage. Mein langfristiges Ziel ist fortwährend tierleidfrei. Und menschenleidfrei. Vegan ist eins. Fairer und menschenfreundlicher Anbau ein weiteres. Ich sag nur chilenische Avocados oder der Kokosnussboum. Schaut bitte immer auf die Herkunft und die Anbaubedingungen, wenn es schon was tropisches sein soll.

 

vegane Bananenpfannkuchen mit Fruchtmus

Leila möchte fast jeden zweiten Tag Pfannkuchen. Da sind quasi Eierkuchen ohne Eier. Man nehme ein Mehl ( hatte jetzt Emmer oder Dinkel oder davor immer Hafer – schnell Haferflocken im Mixer zu Mehl gemahlen), schön reife Bananen und Wasser oder Mandelmilch oder ähnliches. Geht schnell und schmeckt lecker. Für die Pfanne nehme ich noch etwas Kokosöl. Dazu gibt’s meisten selbst gemachte Schokocreme (z.B. Datteln, Mandeln, Kakao, Vanille oder Kokosblütenzucker, Cashewkerne, Kakao, Vanille). Auf dem Bild sind zwei schnelle Muse: Apfel mit Zimt und Birne mit Vanille, roh aus dem Mixer. Lecker.

 

Pommes zu Hause gemacht

Kinderspiel: Kartoffeln schälen, in Streifen schneiden und in den Ofen damit. Der selbstgemachte Ketchup muss noch überarbeitet werden.

 

Pizza selbstgemacht

Heute war mein dritter Versuch. Teig ist okay. Diesmal hatte ich weniger gemacht und dünner ausgerollt. Hefeteig mit Dinkel und Emmer. Ich probiere bald mal ein helles Mehl oder wie bei meinem ersten Versuch mal glutenfrei. Kann nicht schaden. Auch für Menschen, die nicht an Zöliakie leiden. Gluten und Stärke und Mehl ist alles wie Heroin fürs Gehirn. Da kann man entweder Studien drüber lesen oder man probiert es mal ohne aus. Das High bleibt zunächst aus. Dann wird man klarer. Ich bin noch nicht soweit. Ich möchte noch sündigen. Und deshalb hab ich auch echten Käse auf der Pizza. Käse enthält morphinähnliche Stoffe. Ja, wirklich, schon wieder Junk. Deswegen Junkfood, oder? Wenn man es weiß, dann muss man nicht mehr suchten. Man kann ohne Käse leben, wirklich. Es gibt Menschen, die sagen: „Ohne Käse geht wirklich nicht!“ Sind nur die Bakterien oder Parasiten in ihrem Darm, die nach Nachschub rufen. Ich bin heute wirklich charmant. Knutschi. Außerdem war noch Paprika, Zucchini, Zwiebel und Knoblauch auf der heißen Italienerin.

 

Bananenbeereneis

Leila wollte heute „Brommbeerne“ kaufen. Hm. Gibt’s ja um diese Jahreszeit nur als Tiefkühlware. Wir standen dann im Biomare vor dem Beerensortiment und es wurde eine Beerenmischung. Leila hat ausgesucht. Vorher habe ich noch einen großen Schwung sehr reife Bananen zum halben Preis eingesackt. Die Idee mit dem Eis kam am Tiefkühlregal. Leila sah unter anderem die schönen bunten Eispackungen. Die Idee des Eismachens kam wieder hoch. Wir haben aktuell noch Schokobananeneis und Kokoseis im Tiefkühlfach. Müssen wir dann bald mal weg naschen. Wir ziehen nämlich in den nächsten zwei Monaten um. Kommt uns einfach besuchen. Dieses Eis hat noch ein paar restliche Kokosflocken abbekommen. Sehr beerig, nicht zu süß und nicht zu sauer. Die Eis-am-Stiel-Förmchen haben wir übrigens erst gestern Abend aus einer „zu verschenken“-Kiste heraus genommen :). Apropos. Ich habe heute einiges vor die Tür gestellt… Es regnet. 🙁

 

Weiter sind auf den Bildern noch ein Energieriegelkuchen (braune Glasur) und eine Erbsensuppe zu sehen. Beides Sonntagsgeschichten. Sonntag, der 21.1.2018 war ich bei meiner Freundin Renée. Wir wohnen in der gleichen Stadt. Haben beide kleine Kinder. Sie geht zusätzlich voll arbeiten. Wir sehen uns wenig. Dafür bereden wird dann alles einem Tag. Sie machte Energieriegel. Haferflocken, Erdnussbutter, Honig, Schokolade. Am nächsten Tag probierte ich etwas ähnliches aus Dinkel und Hafer geschrotet, Mandelmus und Gojibeeren, ebenso Honig und Schokolade. Da ist mir dann innerhalb von 24 stunden das vierte Mal fast die Wohnung abgebrannt. Dazu heute nix mehr. Erbsensüppchen war Sonntag, der 28.01.2018 und kam aus der Konserve, zwei Teller, bio, gepimpt mit Kokoschips. Leila fand es gut. Sie bekam auch bis 16 Uhr ausschließlich enzymreiche Ananas und Gemüse wie Kohlrabi, Möhre, Gurke und Radieschen. Sie war dabei, etwas auszubrüten. Da hilft am besten Fasten. Okay, ihren Superfoods-Kakao darf sie auch immer Trinken. Schön viele Algen, Gräser und Sprossen getarnt hinter Stevia und Schokolade. 🙂

 

Zu einem Bild möchte ich noch etwas schreiben: Arm aber Bio. Ein sehr gutes Kochbuch. Da kann man auch mit Hartz 4 und einer kleinen Familie gesundes und leckeres und v.a. abwechslungsreiches Essen auf den Tisch zaubern.(HIER) mit 50 Euro im Monat sich vollwertig roh-vegan ernähren. Und (HIER): Vegane Welt mit wenig Geld: Gesund am Existenzminimum. Ich berichte.

Aufgeschlagen auf meinem Schreibtisch (ja, die Akten und Bilder usw. liegen jetzt am Boden) liegt der Neuner-Kalender (HIER) vor mir. Über dem Zeitraum vom 24.1. bis 5.2. steht: „Wahre Liebe stellt keine Bedingungen. Lass die Liebe fließen, frei und offen. Gib dich der Liebe hin, sie will jetzt erblühen.“ Ich habe Montag Abend (29.01.2018) angefangen zu schreiben und da steht: „Lass gehen, was vergehen will, damit das Neue erblühen kann.“ Und nun ist es nach Mitternacht und demzufolge Dienstag der 30.01.2018 und da können wir lesen: „Etwas Neues will in deinem Leben entstehen.“ UND MORGEN IST TOTALE MONDFINSTERNIS !!! Wow. Bin mal gespannt, wie dunkel es wird. Vor allem in der Stadt. Ironieaus

Kulinaria… So habe ich den Ordner mit den Bildern für diesen Beitrag genannt.

Es ist jetzt 01.11 Uhr. Ich habe circa 22.17 angefangen zu schreiben. Zwischendurch wurde ich mindestens zweimal vom hustenden Baby gerufen. Ich bin hundemüde. Der Beitrag soll aber heute noch online gehen. Also vor dem Schlafen.

 

Ich habe viel zu erzählen. Wirklich viel und wenn ich motiviert bleibe, dann mache ich das bald. Und warte nicht wieder zwei Monate auf das Schreiben eines neuen Beitrags.

 

Dicke Küsse

Eure Fanny